Comedian und Moderator
Johannes Scherer
Aktuell tourt er mit seinem aktuellen Bühnenprogramm “Scherereien reloaded 2.0″ durch Deutschland
und bleibt dabei seinem unkonventionellen Stil treu, in dem er sich mit der Leichtigkeit seiner Anekdoten deutlich vom üblichen TV-Comedy-Einerlei abhebt.
An was es liegt das der an einem 08. Februar im unterfränkischen Alzenau geborene Johannes sich durch nichts und niemanden daran hindern ließ, schulische Höchstleistungen zu vollbringen, um so sein Abitur 1992 am humanistischen Spessart-Gymnasium in Alzenau abzulegen, weiß heute keiner mehr so genau. Jedenfalls hatte er bis zum 17. Lebensjahr noch fest vor, eine klerikale Karriere einzuschlagen und irgendwann Kardinal, mindestens aber Erzischof zu werden. Als er jedoch realisierte, dass Beckenbauer-Parodien als Ansprachen am offenen Grab eher suboptimal bei der Zielgruppe ankommen und sich U2-Songs auf der Kirchenorgel einfach scheiße anhören, beschloss er, als freier Mitarbeiter beim Aschaffenburger Privatradio Primavera in die Ohrmuscheln ahnungsloser Unterfranken zu kriechen und „arbeitete“ sich dort bis zum Redaktionsleiter hoch.
In der Folge konnten selbst massive öffentliche Proteste, Hungerstreiks und an die Fahrradständer der Senders gekettete Hörer älteren Semesters ihn nicht davon abhalten, den Karrieresprung in die große Stadt zu machen, um 1994 bei Hit Radio FFH anzuheuern. Dort moderiert er die Frühsendung „Guten Morgen Hessen“ und weckt – obwohl selbst erklärter Morgenmuffel – jeden Morgen mehrere hunderttausend Menschen, damit die auch mal wissen, wie furchtbar es ist, vor 9 Uhr aus dem Haus zu müssen.
Seit 2003 ist er sonntags früh auch in der SAT.1-Morningshow „Weck Up!“ zu sehen. Außerdem wirkte er in 12 Folgen der kabarettistischen WDR-Sitcom „Männer allein zuhaus“ an der Seite gestandener Protagonisten wie Jess Jochimsen und Reiner Pause mit. Seine Berufung ist das Mikrofon, seine Passion allerdings die Bühne. „Da bin ich mein eigener Herr und muss auch nicht ständig nach 2 Minuten Reden in die Werbung abgeben, einen Filmbeitrag ansagen oder Xavier Naidoo spielen“, erklärt er.
Johannes ist der „Mann der 1000 Stimmen“ (FFH-Eigenwerbung) und wurde vor allem mit Figuren wie Stepi, Luigi, Horst P., Loddar, Klinsi, Mayer-Dingsfelder und dem Kaiser („Die DFB-Kantine“) überaus populär. Sein Programm vermengt diese Parodien mehr oder weniger prominenter Menschen mit klassischen Stand-Up Elementen und politischem Kabarett. 2005 war sein erstes Programm „Scherereien“ für den Bonner Prix Pantheon nominiert, einen der bedeutendsten Preisen für Nachwuchs-Kabarettisten im deutschsprachigen Raum.
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